Aus:
http://www.yoga.de/yoga_v2/?cnr=31
>>"Yoga" ist ein Wort der Sanskrit-Sprache. Es ist verwandt mit dem deutschen Wort "Joch" und bedeutet im alten Indien zunächst "Verbindung", "Lenkung". Gemeint war die Rück-"Verbindung" des persönlichen, konditionierten "Ich" (aham) mit dem universellen, unsterblichen "Selbst" (atman).
Um die Zeitenwende entstanden dort die Yoga-Sutras (Yoga-Verse) des Weisen Patanjali. In diesen knapp zweihundert Merksätzen ist der Yoga definiert als das "Zur-Ruhe-Kommen der Aktivitäten des Gemüts" (YS I,2)
Patanjali lehrt einen achtgliedrigen Yoga-Übungsweg, der folgende Glieder beinhaltet:
* yama: ethischer Umgang mit anderen Menschen (Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Nicht-Stehlen, Mäßigung, Nicht-Horten)
* niyama: ethischer Umgang mit sich selbst (Reinheit, Wohlbefinden, Achtsamkeit, Selbstprüfung, Ausrichtung auf das Unsterbliche)
* asana: (Sitz- und Körperhaltungen)
* pranayama: (Atem-Lenkung)
* pratyahara: (Zurückziehen der Sinne nach innen)
* dharana: (Konzentration)
* dhyana: (Meditation, Versenkung)
* samadhi: (Eins-Sein)
Dieser ganzheitliche Übungsweg führt zur Rückgewinnung des inneren und äußeren Gleichgewichts des Menschen. Höchste Ziele des Yoga sind Klarheit des Geistes und Selbstbestimmung. Die Yoga-Übenden werden sich zunehmend der spirituellen Dimension ihres Lebens bewusst. Daraus resultiert ein achtsamer Umgang mit sich selbst, mit den Mitmenschen und mit der natürlichen Umwelt.<<